KAN-therm ultraPRESS - Trinkwasserverteilung im My-Apart Ensemble

Umnutzung statt Abriss

Bestandsgebäude nicht nur zu sanieren, sondern auch einer neuen Nutzung zuzuführen ist in Zeiten von nachhaltigem und ressourcenschonendem Bauen mehr als sinnvoll. Was in der Theorie sinnvoll klingt, zeigt sich in der Praxis nicht selten als herausfordernd. Denn Bauwerke werden in den allermeisten Fällen optimal auf die vorhergesehene Nutzung hin geplant und realisiert. Umnutzungen erfordern häufig einen umfassenden Eingriff in die Bausubstanz. Wie eine solche Umnutzung gelingen kann, zeigt das Beispiel eines Umbaus von drei ehemaligen Verwaltungsgebäuden in Unterföhring, bei dem als geschossweise Trinkwasser-Verteilleitungen das bewährte KAN-therm ultraPress-System zum Einsatz kam.

Umnutzung von drei markanten Bestandsgebäuden

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Bildquelle: KAN-therm / Sven-Erik Tornow

Blick auf die drei ehemaligen Verwaltungsgebäude während der Umbauphase.

Die drei Baukörper mit achteckigen Grundriss und je einem offenen als Innenhof angelegten Kern verfügen über je vier oberirdische und zwei unterirdische Geschosse. Ein bis ins 1. UG und über alle vier Geschosse reichender Erschließungsanbau an allen drei Bauwerken musste für die Umnutzung komplett zurückgebaut werden. Hier war ein Eingriff bis in die Tragstruktur notwendig, die nach dem Rückbau einen Wiederaufbau bis zur Gebäudeaußenkante erforderte. Auch wurden die drei Baukörper über Brückenkonstruktionen miteinander verbunden. Zusätzlich erhielten die Gebäude ein fünftes Staffelgeschoss in Holzrahmenbauweise. Ziel ist die Nutzung für insgesamt 561 Micro-Apartments in zwei Gebäuden sowie hochwertigen Büro- und Verwaltungsflächen im dritten Gebäude.

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Bildquelle: KAN-therm / Sven-Erik Tornow

Nach Fertigstellung bietet das Ensemble 561 Micro-Apartments sowie ein modernes Bürogebäude im Effizienzhaus 40-Standard.

Projektentwickler dieser anspruchsvollen Maßnahme ist das Münchner Unternehmen Grundkontor Projekt, dass sich auf Studenten-Apartments, Micro-Apartments, Büros und Hotels in ganz Deutschland spezialisiert hat. Mit den Planungen wurde das Münchner Architekturbüro Hoyos Architekten beauftragt, die Fachplanung für die Ausführung der Heizungs- und Kältetechnik übernahm die ebenfalls in München angesiedelte Janowski Ingenieure GmbH.

Tiefe Eingriffe in die Grundstruktur

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Bildquelle: KAN-therm / Sven-Erik Tornow

Kompletter Rückbau bis auf die Tragkonstruktion.

Neben der vollständigen Entkernung der Gebäude bis auf die Tragkonstruktion entfernte man auch die vorhandene Überbauungen der Dächer in Form eines Sargdeckels. Damit war die Grundlage für den Aufbau des Staffelgeschosses geschaffen. Im Zuge der Rückbaumaßnahmen wurden auch alle vorhandenen haustechnischen Anlagen demontiert. Sowohl der Einbau von Micro-Apartments als auch die zukünftigen büro- und Verwaltungsflächen erforderten eine komplett neue technische Gebäudeausrüstung. Der Einbau der neuen Haustechnik wurde durch die Leipziger AchtB GmbH ausgeführt.

Rationelle und zuverlässige Trinkwasserverteilung

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Bildquelle: KAN-therm / Sven-Erik Tornow

Für eine größtmögliche Fehlervermeidung bei der Verpressung sorgt die spezielle Konstruktion der Presshülsen, die eine korrekte Positionierung der Pressbacke erzwingt.

Zur notwendigen Trinkwasserverteilung auf den einzelnen Geschossen griffen die SHK-Profis der AchtB GmbH auf das Komplettsystem KAN-therm ultraPRESS zurück. Es bietet nicht nur während der Installation, sondern auch bei der späteren Nutzung einige Vorteile. Bei den erforderlichen Druckproben einer installierten Anlage kommt es dank der integrierten LBP (Leak Before Press)-Funktion an unverpressten Verbindungen mit ultraPRESS-Fittings im Durchmesserbereich von 16-32 mm zu einer Zwangsleckage. So lassen sich unverpresste Verbindungen schnell und sicher auffinden. Abhängig vom Durchmesserbereich sind bei der Montage zwei unterschiedliche Konturen U oder TH im Bereich 16-40 mm sowie TH im Bereich 50-63 mm nutzbar. Für eine größtmögliche Fehlervermeidung bei der Verpressung sorgt die spezielle Konstruktion der Presshülsen, die eine korrekte Positionierung der Pressbacke erzwingt. Farbige Kunststoffringe unterstützen die einfache Identifizierung des richtigen Fittings im Bereich von 16-40 mm.

Wirtschaftliche Montage

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Bildquelle: KAN-therm / Sven-Erik Tornow

Zur notwendigen Trinkwasserverteilung auf den einzelnen Geschossen griffen die SHK-Profis der AchtB GmbH auf das Komplettsystem KAN-therm ultraPRESS zurück.

Im Durchmesserbereich von 16-32 mm ist im System KAN-therm ultraPRESS das Kalibrieren und Anfasen der Rohre nicht notwendig, was eine einfache, schnelle und damit auch wirtschaftliche Montage unterstützt. Größtmögliche Flexibilität bietet das bewährte System auch bei der Auswahl der zu verwendenden Rohre: im Bereich 16-63 mm sind PERTAL-Rohre, im Bereich 16-25 mm auch PERT-, PEXC-, PEXA- und blueFLOOR PERT-Rohre einsetzbar.

Selbstredend sind alle KAN-therm ultraPRESS Systemkomponenten physiologisch und mikrobiologisch neutral und damit für die Installation von Trinkwasseranlagen geeignet. Darüber hinaus sind alle Materialien umwelt- und gesundheitsfreundlich und erfüllen die nochmal höheren Anforderungen der Ende Juni 2023 in Kraft getretenen novellierten Trinkwasserverordnung. Mit Blick auf die Nutzungsdauer und Langlebigkeit sind alle Systemkomponenten von KAN-therm ultraPRESS auf eine Betriebsdauer von bis zu 50 Jahren angelegt.

Hochwertige Systemrohre

Bei der Montage der Trinkwasserverteilung in Unterföhrung wurden PERT II-Rohre in den Dimensionen 16 mm, 20 mm und 26 mm verbaut. Insbesondere in den beiden Gebäuden, in denen Micro-Apartments vorgesehen sind, sorgt das System KAN-therm ultraPRESS für eine zuverlässige und dauerhaft sichere Versorgung der insgesamt 561 Einheiten in 54 unterschiedlichen Ausführungen.

Für zukünftige Anforderungen gerüstet

Neben den für mittelfristige Anmietungen gedachten Apartments verfügen die beiden Gebäude zusätzlich jeweils über eine großzügige Lobby sowie einen ansprechenden Lounge- und Gastro-Bereich mit rund 130 Sitzplätzen. Energetisch erfüllen die drei Bauwerke nach Abschluss der Umbaumaßnahmen die Anforderungen an ein Effizienzhaus 40 gemäß GEG. Dies wird durch entsprechend gedämmte Gebäudehüllen sowie den Einsatz von Geothermie in Verbindung mit Wärmerückgewinnung in der Lüftungstechnik erreicht.

Graue Energie sinnvoll umgenutzt

Ohne Zweifel ist die Umnutzung der drei achteckigen Baukörper von ehemaligen Verwaltungsbauten zu modernen Micro-Apartments eine besondere Herausforderung. Neben vielen baulichen Maßnahmen sorgte auch der Einsatz des sicheren KAN-therm ultraPress-Systems für eine wirtschaftliche und dauerhaft zuverlässige Lösung bei der Erstellung der geschossweisen Trinkwasserverteilung. Nach Fertigstellung bietet das Ensemble nicht nur 561 Micro-Apartments mit einer Grundfläche von jeweils 24 Quadratmetern, sondern auch ein modernes Bürogebäude mit einer Gesamtfläche von 10.000 Quadratmetern. Und das im Effizienzhaus 40-Standard.

Bautafel:

Bauherr                       PG Münchner Str. GmbH, Grünwald

Projektentwicklung    Grundkontor Projekt GmbH, Unterföhring

Architekt                      Hoyos Architekten, München

TGA-Planung               Janowski Ingenieure GmbH, München

SHK-Umsetzung         AchtB GmbH, Leipzig


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